Reden und Ansprachen

Rede von Dr. Fidel Castro Ruz im Saal „Palm Garden”, in New York, am 30. Oktober 1955

Datum: 

30/10/1955

Es geschieht sehr selten, dass, wie am heutigen Tage, menschliche Worte so begrenzt und mangelhaft scheinen, um die Menge von Gefühlen, Emotionen und Ideen zum Ausdruck zu bringen, die in der Herzlichkeit dieses Berges an Patriotismus, dem wir am Vormittag beigewohnt haben, aufgekommen sind. Ähnliche bewegende Momente habe ich zu anderen Gelegenheiten erlebt, bei denen wir die Möglichkeit hatten, mit einer großen Volksmasse zusammen zu kommen und vor ihr zu stehen.

Es gibt Augenblicke meines Lebens, die ich niemals vergessen können werde: zum Beispiel jenen 26. Juli, früh um 4:00 Uhr, als ich zum letzten Mal das Wort an viele derjenigen gerichtet habe, die gefallen sind; als ich das Wort an diejenigen gerichtet habe, die zusammen mit mir kämpfen gehen würden; als ich bei der letzten Ansprache, der schönsten, meine Aufforderung an meine Kameraden richtete. Jene Worte, die eine Zusammenfassung aller bis zu diesem Zeitpunkt gehaltenen Reden darstellten, die Ansprache, die wenige Minuten vor dem Kampf gehalten wurde. Ich habe diesen Augenblick in Erinnerung, wie jenen anderen, als ich vor drei Richtern, die behaupteten, die Gerechtigkeit zu vertreten, die Verbrechen anprangerte, die Kamerad Marcos verlesen hat.

Das Publikum war genau der Feind. Dort waren vorn die Soldaten der Armee; unsere Zuhörerschaft bestand aus über 100 Soldaten und Offizieren, die aus Neugier, oder weiß Gott weshalb, zu diesem Gerichtsverfahren gegangen sind. Und an diese Soldaten, unsere angeblichen Feinde, eher an diese Soldaten als an die Richter, habe ich meine Worte gerichtet; diesen Soldaten habe ich gesagt, was für ein Mann sie kommandierte, ich sagte ihnen, mit was für einem riesigen Makel sie die Uniform befleckt hatten, ich sagte ihnen, wie schmachvoll und feige die Haltung derjenigen gewesen ist, die diese namenlose Seite, die Seite der Schande, in der Geschichte Kubas geschrieben haben.

Und ich habe zu jenen Soldaten mit der Gewissheit gesprochen, dass sie angesichts von Begründung und Recht, Grund und Recht, die unser Schutzschild darstellen, sich auch ehrerbietig verbeugen würden, weil ich weiß, dass es reicht, dass sie Kubaner sind, selbst wenn sie irren, es reicht aus, dass sie Kubaner sind, um Vertrauen in die Möglichkeit zu haben, dass sie den Grund verstehen, an die Möglichkeit, dass sie sich ihrer Verbrechen schämen, an die Möglichkeit, dass sie bereuen, und an die Möglichkeit, dass sie sich auch den Flaggen der Gerechtigkeit anschließen.

Aber keine Gelegenheit war wie die heutige, kein anderer Augenblick schien mir ähnlich wie dieser zu sein, auch nicht jener, als ich meine Kameraden zum Kampf aufrief, oder derjenige, als ich die Mörder meiner Kampfgenossen anklagte.

Dieser heutige Tag, diese Kubaner, die sich versammelt haben, um den Aufruf des Vaterlandes zu hören; diese Kubaner, die tausend Meilen von ihm entfernt, es jeden Augenblick in ihren Gedanken mit sich tragen; diese Kubaner, die aus Connecticut, aus Newark, aus Union City gekommen sind, die aus mehr als einhundert Kilometer Entfernung gekommen sind; diese heutige Veranstaltung ist, wegen dem, was sie für Kuba bedeutet; wegen dem, was sie für sein Prestige bedeutet; was die Tatsache über Kuba aussagt, dass dieser Saal voll wurde; diese Veranstaltung ist, wegen dem, was sie über die Tugenden unseres Volkes aussagt, die emotionell am meisten beeindruckende Veranstaltung, der ich in meinen Leben beigewohnt habe, das schwöre ich. (Applaus)

Und wenn mich die Skeptiker, diejenigen, die kein Vertrauen in ihr Vaterland haben, fragen, wie wir das Batista-Regime stürzen werden, wie wir unserem Volk die Freiheit zurückgeben werden, wenn diejenigen, die kein Vertrauen haben, diese Frage stellen, hier ist für sie die Antwort! 
Diese heutige Veranstaltung, organisiert in fünf Tagen, ohne die Hilfe jeglicher Propaganda, ohne Zeitungen, die sie angekündigt haben - bis auf eine winzige Nachricht --, ohne finanzielle Mittel, um eine Zeitungsanzeige zu bezahlen, trotz des Regens seit dem Morgengrauen, der die Straßen von New York, Union City, Newark überschwemmte; der Natur zum Trotz, ohne Mittel, in fünf Tagen, ist eine Veranstaltung organisiert worden, die, wie die gut Informierten erzählen, die größte Veranstaltung von Kubanern ist, die seit 1895 in New York stattgefunden hat. (Applaus) Und hier, Kubanerinnen und Kubaner, ist die Antwort für die Skeptiker.

Diejenigen, die die Vorgeschichte dieser Veranstaltung kennen, die unaufhörlich für diesen Erfolg gearbeitet haben, wissen, dass wir am Dienstag, vor fünf Tagen, auf der Suche nach einem Raum waren, wo wir uns treffen könnten; so sind wir an verschiedenen Orten gewesen: hier fand jene andere Veranstaltung statt, hier sind Hunderte gekommen, hier fünfhundert, zweihundert, zweihundertfünfzig; und bei dieser Suche waren wir nicht damit zufrieden, dass die Veranstaltung, wo sich die Kubaner versammeln sollten, in irgendeinem von diesen Räumen stattfinden würde.

Bei der Raum-Suche sind wir ins Palm Garden gekommen, und sahen diesen geräumigen Saal. Und jeder hätte vor Angst vor dem Scheitern den Mut verloren, vor Angst davor, sich zu blamieren, vor Angst davor, dass die Stühle leer bleiben würden. Aber wir, die wir dieses so große Vertrauen in unser Volk haben; wir, die wir wie Martí denken, dass derjenige, der kein Vertrauen in sein Volk hat, ein Sieben-Monats-Mensch ist, wir zögerten keine Sekunde zu sagen: Ja! Hier in diesem Lokal, hier in diesem Saal, der sich mit Kubanern füllen wird, der sich in fünf Tagen mit Kubanern füllen wird, der sich mit Kubanern füllen wird, obwohl wir über keine finanziellen Mittel für Propaganda verfügen; der sich mit Kubaner füllen wird, auch wenn es regnet, auch wenn es ein Erdbeben gäbe,  auch wenn in der Stadt New York eine Katastrophe geschähe. (APPLAUS).

Und das ist die Antwort für diejenigen, die uns fragen, wie wir Batista stürzen werden. Das ist die Antwort für die, die nicht glauben. Wir sind so sicher, dass das Regime stürzen wird, wie wir sicher waren, obwohl niemand das glaubte, dass sich der Saal des Palm Garden am heutigen Abend füllen würde. (APPLAUS)

Wir betrachten die heutige Veranstaltung als einen Sieg von Kuba, als einen Sieg der Kubaner. Und der Ruf der Tugenden und des Patriotismus unseres Volkes wird in New York wachsen und das Prestige von Kuba wird wachsen; und diejenigen, die versucht haben, diese Veranstaltung zu sabotieren, die Handvoll von Unglücklichen, von Söldnern, die sicherlich damit gerechnet haben, dass so einige Stühle leer bleiben würden - auch wenn sie nie leer sein würden, weil dort der Geist der Gefallenen sitzen würde, derjenigen, die gefallen sind - (APPLAUS); jene, die damit gerechnet haben, die Kubaner damit zu ängstigen, indem sie Gerüchte in Umlauf setzten, dass die Emigrationsbehörde diesen Saal besuchen würde, als ob ein mächtiger Staat - als ob die Kubaner das Gesetz umgehen würden, und nicht alle im Rahmen der Gesetze handeln würden -, als ob ein mächtiger Staat als Instrument für ihre schäbigen Absichten dienen würde. Und uns ist zu Ohren gekommen, dass ein Herr, der sich als Konsul ausgibt, - von Kuba wird er wohl nicht sein - (APPLAUS) sich dem gewidmet hatte, diese Veranstaltung zu vereiteln. Und aus Feingefühl möchte ich nicht einige der Schritte dieses Herren in Bezug auf diese Veranstaltung erwähnen, ich möchte nicht indiskret sein, aber ich möchte hier doch aussprechen, dass er sich vorgenommen hatte, die Verantaltung zu sabotieren. Soweit ich weiß, hat er sogar eine Veranstaltung auf eigene Kosten vorbereitet, ich weiß nicht, was für eine: ein Fressgelage, ich glaube ein Mittagessen, ein Abendessen oder etwas Ähnliches; und dass er wegen der Veranstaltung sehr besorgt war und seine Agenten losschickte, um Gerüchte gegen diese Veranstaltung in Umlauf zu setzen. 
Aber mehr noch. Wir sind gestern in der Stadt Union City angekommen, um uns mit einer Gruppe von Kubanern aus Placetas, aus Cienfuegos und aus anderen Orten Kubas zu treffen, die auf uns warteten. Es war sehr merkwürdig, dass eineinhalb Minuten nach unserem Eintreffen ein Hauptmann, vier Streifenwagen, einige Polizeibeamte und eine ganze Polizei-Einsatztruppe in dieser Stadt erschienen sind.

Die Tatsache ist, dass wir nach dem Gesetz handeln, dass wir die Gesetze des Landes, wo wir uns befinden, befolgen; genauso, wie wir möchten, dass unsere Gesetze befolgt werden. (APPLAUS) Und aus dieser Mobilisierung folgerten wir, dass sie nur Folge von gehässigen Absichten derjenigen sein konnte, die diese Veranstaltung zu sabotieren versucht hatten; dass irgendein Konsul - niemand weiß woher – eine Anzeige gegen uns erstattet hatte; dass sie versuchten, uns zu verfolgen. Und ich musste erneut in diesem Leben die Verfolgung erleben, auch wenn sie von denjenigen, die sie durchführten, unfreiwillig gewesen war, und ihnen pflichtgemäß nichts weiter übrig geblieben war, jede Anzeige, die erstattet worden wäre, zu untersuchen. Aber all dies war sehr seltsam.

Und es ist wirklich traurig, dass diejenigen, die die Kubaner aus ihrem Land vertreiben; es ist wirklich traurig, dass diejenigen, die sie in dieses Land verdrängt haben, um sich hier mit harter Arbeit und im Schweiße ihres Angesichts das Brot zu verdienen, das sie ihnen dort entreißen; es ist sehr traurig, dass sie - damit noch nicht zufrieden - sich dem widmen, die Kubaner hier zu verfolgen; sie damit zu bedrohen, die Landes-Behörden auf sie zu hetzen. Denn wenn hier, meine Damen und Herren, ein einziger Kubaner anwesend wäre, ein einziger Kubaner, der durch die Notwendigkeit in dieses Land vertrieben worden wäre, ohne die erforderlichen Formalitäten zu erfüllen, dann gibt es dafür nur eine einzige Erklärung, und zwar das Übermaß an Armut, an Hunger, das es in Kuba gibt. (APPLAUS)

Darüber hinaus wird dieser Kubaner verfolgt, benutzt und sie wollen ihm außerdem das Leben verbittern. Und in Wirklichkeit ist mir die Haltung dieses Herrn Konsuls ein wenig dämlich vorgekommen.

(VOM PUBLIKUM AUS WIRD GESAGT: „Aus welchem Land?")

FIDEL CASTRO: -Aus dem Land der Schmuggler, Kamerad. (APPLAUS) Weil das wäre, als ob man die Sonne mit einem Finger abdecken wollte, das wäre, als ob man glauben würde, dass dieses Wunder der Auferstehung der Kubaner mit Intrigen zum Stillstand gebracht werden könnte, wo es nicht einmal von Bajonetten aufgehalten werden kann! (APPLAUS)

Und die Immigrationsbehörde dieses Landes sollte nicht die Kubaner verfolgen, die hierher kommen, um redlich zu arbeiten, nicht die Kubaner, die hier ihren demokratischen Glauben, ihre Liebe zur Freiheit und zur Würde der Völker zum Recht der Völker darauf, sich selbst zu regieren, zum Ausdruck bringen und beweisen, wofür Millionen von Menschen ihr Blut während des letzten Weltkrieges vergossen haben. (APPLAUS) 
Und die Immigrationsbehörde sollte diejenigen verfolgen, die unter dem Diplomatenmantel ihre verbrecherische Gestalt verstecken. Weil jener Konsul, und das muß man ganz laut sagen, eine Schande für Kuba ist (APPLAUS), dieser Konsul ist ein mit Seide verkleideter Schmuggler, das weiß jedermann (APPLAUS); und dieser Konsul wird mit seiner schäbigen und verräterischen Hand die Bewegung eines Volkes nicht stoppen können. Und so, wie Martí, sage ich diesem Herrn Konsul - für den ich ein wenig Verachtung, ein wenig Mitleid und keinen Hass fühle -, dass wir der Freundschaft mit Freundschaft und dem Stahl mit Stahl entsprechen werden (APPLAUS), dass wir denjenigen respektieren werden, der uns respektiert; und wenn man uns angreift, dann werden wir angreifen (APPLAUS).

Und zuletzt noch Folgendes: Sehr bald, vielleicht eher als er denkt, auch wenn nicht ganz so schnell, wie einige Ungeduldige wünschen könnten, werden wir einen Konsul in die Vereinigten Staaten schicken, der keine Scham für Kuba sondern ein Prestige darstellt (APPLAUS); einen Konsul, der die Kubaner unterstützt, statt sie zu verfolgen; einen Konsul, der an den patriotischen Veranstaltungen teilnehmen kann, zu denen sich das kubanische Volk trifft (APPLAUS), und nicht einen Konsul - Oh, Scham für unsere unterdrückte und gedemütigte Nation! -, nicht einen Konsul, der an einem für Kuba glorreichen Tag beschämt sein muss, so wie Porras in seinem Bau. (APPLAUS)

Und jetzt genug, weil ich mich an diesem Unglücklichen nicht auslassen wollte, ich wollte lediglich an seinem Beispiel symbolisch die ganze Unverschämtheit darstellen, die er vertritt, denn das ist es, was der Konsul hier von Kuba vertritt, die Unverschämtheit, die in Kuba regiert. (APPLAUS)

Nachdem ich diese nützlichen aufklärenden Worte gesagt habe, möchte ich konkreter werden. Die Beifallsbekundungen ermutigen uns, muntern uns auf, und wir sehen darin den Tribut an das Vaterland, den Tribut an die Gefallenen und den Ausdruck des Vertrauens unseres Volkes. Aber etwas ist uns wichtiger als dies: Für uns ist das zu realisierende Werk von Bedeutung; wir sind nicht gekommen, um Applaus zu erherrschen, wir sind gekommen, um mit den Kubanern zu arbeiten, wir sind gekommen, um die Kubaner zu organisieren, wir sind gekommen, um das Werk zu verwirklichen, das uns der Apostel schon im Jahr 1895 aufgezeigt hat, wir sind gekommen, um zusammen mit Vielen jenes Werk zu vollenden, das nur von einem Koloss durchgeführt werden konnte, wir sind gekommen, um die kubanische Emigration von New York und von den Vereinigten Staten anzusprechen. 
Weil sich in Kuba gerade genau das Gleiche ereignet - und man müsste blind sein, um das nicht zu sehen -, es geschieht genau das Gleiche wie in den Jahren 1868 und 1895. Die Gründe, weshalb ihr euch hier befindet - und ich weiß, dass ihr in Kuba wärt, wenn ihr in Kuba sein könntet, oder ihr würdet nicht Kuba applaudieren (APPLAUS) -; wenn man jeden von euch fragen würde, was euch in diesem Land hält, würde die Antwort genau die gleiche sein, wie die irgendeines jener Emigranten, die 1868 und 1895 sich versammelten, um das Wort der Befreier zu hören. Genau wie damals müssen die Kubaner aus ihrem Land emigrieren, weil man sich dort nicht das Brot redlich verdienen kann; und die Kubaner ziehen es vor, es sich anstelle auf schäbige Art und Weise zu verdienen, statt es sich auf schmähliche Weise zu verdienen,  ihr Land zu verlassen und an einen anderen Ort der Welt zu gehen, um es sich mit Würde, mit Anstand und mit Ehrenhaftigkeit zu verdienen. (APPLAUS)

Dort leben viele, die nicht auszuwandern brauchten, ich weiß - weil ich den Mut und Wert der Menschen kenne -, allen, die sich hier befinden, allen, die unermüdlich diese Veranstaltung organisiert haben, allen, jeglichem von Ihnen würde es nicht an einem politischen Bonzen bzw. einem korrumpierten Politiker fehlen, der zweihundert oder dreihundert Peso anbieten würde, um dort eine politische Maschinerie aufzubauen. Ich weiß, dass ihr mit eurer Arbeitsfähigkeit, mit eurem Enthusiasmus und mit eurem Elan das Problem lösen könnten, wie eine Hand voll von Söldnern das in Kuba tut.

Fehlt es Kuba an Reichtum? Fehlt es Kuba an wunderbaren Böden und außerordentlichen Reichtümern, um euch, und nicht nur euch, zu beherbergen; um nicht nur sechs Millionen von Kubanern sondern zwanzig Millionen von Kubanern zu beherbergen? Nein, diese fehlen nicht, Belgien, Holland, jegliches europäische Land hat ein Drittel des kubanischen Bodens, der für eine lange Zeit im Jahr vom Schnee bedeckt ist, ihre Bevölkerung ist dreimal so groß wie die Einwohnerzahl von Kuba, diese rauben dem Meer Zoll um Zoll Bodenflächen, sie bauen Dämme und dort leben sie und konkurrieren sogar mit unserem Reichtum; und die Kondensmilch und die Butter sowie eine Reihe von Produkten konkurrieren mit den kubanischen Produkten, auch wenn der Kubaner den Boden im Überfluss hat, bleiben unermessliche Bodenflächen unbebaut, hervorragende Möglichkeiten, um eines der wohlhabendsten Völker der Welt zu sein. Ah! In Kuba fehlt es nicht an Reichtum, und der beste Beweis dafür sind alle die Millionen, die jährlich geraubt werden. Wenn es an Reichtum fehlen würde, wie könnte man dann erklären, dass Machthaber mit 50 und 60 Millionen aus Kuba ausgereist sind? Wie kann man sich exklären, dass Batista Zugewinne in Höhe von zwanzig Millionen Peso verteilt hat? Wie erklären sich die „kleinen“ monatlichen Reisen seiner Angehörigen, wie manche behaupten, um gewisse Beträge, die sie der Republik wegnehmen, bei US-Banken zu deponieren? Wenn es in Kuba keine Reichtümer gäbe, wie konnten so viele Hunderte von Millionen kubanischen Geldes in den Vereinigten Staaten investiert werden? Wie konnten so viele Wohngebäude in New York gekauft werden? Wie werden so viele Geschäfte von diesen Lausbuben gemacht, die bereits wittern, dass das Volk eines Tages dessen müde werden wird, dass es dessen schon müde wird? (ZURUFE UND APPLAUS). Und sie werden keine Zeit haben, die Koffer mitzunehmen. Sie wittern es schon! Sie hören gewiss schon ein unterirdisches Geräusch, das schon heute Lava an der Oberfläche ist. Denn, meine Herrschaften, wie können sie das verbergen, was hier in New York geschieht? Wie können sie die Gemütslage des Volkes verbergen? Wie sich weigern zu sehen? Auch wenn sie wie der Strauß den Kopf drei Meter tief in die Erde stecken würden, wie können sie sich weigern zu verstehen, was im Volk von Kuba geschieht? Wie können sie sich weigern zu verstehen, dass das Ende in unmittelbarer Nähe liegt?

Das Ende der Diktatur? Ja! Das Ende der Diktatur, aber nicht nur der Diktatur. Das Ende der heutigen Diebe? Ja! Aber nicht nur das Ende der heutigen Diebe. Das Ende der Diktatur, der heutigen Diebe und das Ende der Diebe von gestern! (APPLAUS) Das Ende der Unterdrückung, aber auch das Ende der politischen Ränkeschmiederei; das Ende des Verrats derjenigen, die am 10. März die Macht mit Gewalt genommen haben und das Ende derjenigen, die seit 1902 Verrat an der Regierungsgewalt geübt haben.

Denn sie sind die Schuldigen dieses traurigen Schauspiels, das wir beobachten, dieses Bildes von Hunderten und Tausenden Kubanern, die gezwungen sind, ihr Heimatland zu verlassen.

Wenn es erforderlich wäre, ein Argument, eine Tatsache zu nennen, um zu beweisen, was in Kuba gerade geschieht, wäret ihr, eure Anwesenheit hier, die Anwesenheit dieses Volkes hier, das unwiderlegbarste aller Argumente. Weil einige seit zwei Jahren hier leben, andere seit sechs Monaten; andere drei Jahre, andere zehn; andere fünfzehn; andere zwanzig; aber alle sind aus demselben Grund ausgewandert, alle sind ausgewandert, weil sie dort ihren Unterhalt nicht erwirtschaften konnten und brachten in der Brust die zwanzig Dolche der Traurigkeit und des Heimwehs nach dem Vaterland mit. Alle sind ausgewandert und alle möchten zurückkehren.

Weil ich das von vielen Kubanern gehört habe; ich habe Worte gehört, die die Seele zerreißen; ich habe Kubaner gehört, die mir mit zum Himmel erhobenen Händen sagten: Ich bin doch kein Faulenzer! Ich bin doch ein eifriger Arbeiter! Wenn ich mir doch dort meinen Unterhalt hätte verdienen können! Wie traurig ist es aber, an jede Tür zu klopfen, von Haus zu Haus zu gehen, arbeiten zu wollen, um nicht rauben zu müssen, Brot für die eigenen Kinder zu wollen; zu wollen, wenn schon nicht er, dass seine Frau, seine Mutter, sein Bruder oder seine Kinder leben und zu sehen, dass niemand ihn anstellt!

Und es geschieht das, was ich ebenfalls in jener Rede sagte, was ich den Richtern sagte -und was der Kamerad Márquez nicht lesen konnte, denn er hat nur einen Teil vorgelesen -, was ich dort dem Gericht in Santiago de Cuba sagte: „Wenn vor Euch jemand erscheint, der wegen Diebstahl angeklagt wird, werdet Ihr ihn sofort und rücksichtslos ins Gefängnis schicken. Ihr fragt nicht danach, wie lange ist er arbeitslos, seit wie vielen Tagen seine Familie nichts isst. Nein! Ihr schickt ihn ins Gefängnis. Ah! Aber keiner derjenigen, die dem Staat Millionen und Abermillionen gestohlen haben, hat auch nur eine einzige Nacht hinter  Gittern geschlafen. (APPLAUS) Ihr speist mit ihnen zu Silvester an irgendeinem  aristokratischen Ort und sie genießen Euren vollen Respekt. Wenn ein wohlhabender Geizhals sein Geschäft verbrennt, um die Versicherung zu kassieren, auch wenn dabei einige unglückliche Arbeiter mitverbrannt werden, geht er nicht ins Gefängnis, weil er Geld im Übermaß hat, um Justizbeamte, Rechtsanwälte und Richter zu bestechen.”

Und das ist die Wahrheit, die Wahrheit, die niemand sagen möchte, die Wahrheit, die wir dem Volk immer wieder sagen, die Notwendigkeit einer Behandlung für die Republik, einer rechtzeitigen Heilung, einer Behandlung des Tumors, bevor der Tumor bösartig und zu Krebs wird, und die Republik stirbt (APPLAUS); die Notwendigkeit einer Behandlung, auch wenn eine Amputation erforderlich wäre, auch wenn man mit dem Skalpell sehr tief schneiden müsste, eine radikale Behandlung. Damit, meine Damen und Herren, es nicht mehr geschieht, dass sich mir ein Kubaner nähert, wie es gestern der Fall war - und sicherlich wird er sich unter Euch befinden - und mir sagt, dass er schon so viele Monate hier ist, und seitdem seine Frau nicht mehr sehen konnte, und noch nicht einmal seinen jüngsten Sohn, der in Kuba geboren wurde, kennengelernt hat. 
Damit dieses harte Leben, weil euer Leben hart ist, das weiß ich sehr wohl; ich weiß, wie das Leben von jedem von euch ist, ich weiß, wie allein ihr euch inmitten dieser Masse von Zement und Stahl fühlt, wie allein ihr euch unter so vielen Millionen fühlt, wie allein ihr euch in diesen Häusern, in diesen Wohnungen, in diesen einsamen Apartments  fühlt, in denen man nicht einmal die Illusion, ein Kind zu bekommen, haben kann, die Illusion, dass dort ein Kind geboren wird, weil es keine Sonne geben würde, weil ihm die Sonne der Heimat fehlen würde, es würden ihm die „wartenden Bräute“ fehlen: die Palmen, bis zu deren Höhe Martí die Gerechtigkeit erheben wollte (APPLAUS); es würde diesen Kindern der so reine Himmel des Heimatlandes fehlen, ihnen würde die Luft zum Aufwachsen fehlen.

Denn ihr alle, Männer und Frauen, die ihr hier von sieben Uhr früh bis sieben Uhr abends arbeitet, könnt keine Kinder haben, weil ihr niemanden hättet, der die Kinder betreuen würde; oder ihr müsstet die Arbeit aufgeben und hungern; oder müsstet aufhören, Kinder zu bekommen.
Und ich, der ich dieser Tragödie beigewohnt habe, frage mich oftmals: Kann es möglich sein, dass jeglicher dieser Kubaner hier zehn, fünfzehn, zwanzig, dreißig Jahre leben muß? Kann es möglich sein, dieses höllische Leben auszuhalten? Ist es möglich, sich damit abzufinden? Und darüber hinaus daran zu denken, dass dort die Geschwister und die Eltern sind, und es denen noch schlimmer als einem selbst geht. Ist so eine Resignation möglich, kann irgendein  Glück möglich? Denn der Apostel hat es sehr gut ausgedrückt, dass es kein Glück ohne Vaterland und ohne Würde gibt. Wird es Glück ohne Vaterland geben? Weil, Kubaner, was uns weggenommen wurde, ist mehr als die Freiheit; nicht nur die Freiheit wurde uns weggenommen, uns wurde das Vaterland, das Land, wo wir geboren wurden, weggenommen.

Mit diesem Kampf versuchen wir, das uns entrissene Vaterland zurückzugewinnen, jenes Vaterland, das auch unseres ist, im gleichen Maße, wie es das von jenen ist, es ist mehr unseres als von denen, weil wir es nicht ausbeuten, weil wir es lieben; wir wollen es, um dort redlich zu leben, nicht, um es zu unterdrücken, nicht, um es herabzuwürdigen. Und das Vaterland, wie Martí sagte, gehört niemandem; und wenn es jemandem gehören sollte, wären es diejenigen, die es ohne Eigennutz  lieben und dafür zu jedem Opfer bereit sind.

Und uns, den Kubanern, schmerzt nicht nur, dass man uns das Vaterland weggenommen hat; weil es uns doch weggenommen wurde, weil wir dort nicht leben können, weil man uns von unseren Angehörigen, von unseren Zuneigungen und Gefühlen getrennt hat, man hat uns das Vaterland schmachvoll genommen, es wurde uns mit Gewalt entrissen, es wurde uns entrissen, und das auf die einzige schmerzhafte Art und Weise entrissen und darüber hinaus hat man uns gedemütigt. Es ist traurig und unerträglich, dass einem Menschen etwas entrissen wird, das Vaterland wurde uns mit Gewalt entrissen, und man will es uns nicht zurückgeben. Und jeden Tag sind es mehr  - und ihr wisst das -, und jeden Tag sind es mehr Kubaner, die hier einreisen, und die Schlangen vor dem US-amerikanischen Konsulat sind unendlich; und jeden Tag treffen Freunde aus diesem oder jenem Ort ein. Und es gibt ganze Orte, wie jene Ortschaft Esperanza, wo es eine Despalilladora (Sammelstelle von Tabak-Blättern, wo diese Blätter für den weiteren Prozess aufbereitet werden) gab, wo es zwei Schuhfabriken gab, wo nach dem 10. März alles geschlossen wurde, und die ganze Bevölkerung bereits emigriert; wie Placetas, wie Fomento, wie Cienfuegos; und, um das kurz zu fassen, ganz Kuba. (APPLAUS). Wie ganz Kuba, wo alles in Schutt und Asche liegt; Kuba, von dem die Verräter, die im Morgengrauen jenes Tages die Macht mit Gewalt ergriffen haben, sagten, dass sie eine Regierung des Friedens und der Achtung des menschlichen Lebens und der Arbeit errichten würden. Ja! Batista gibt jedes Jahr zehntausend Kubanern eine Anstellung: In New York! (APPLAUS) Batista löst gerade das Problem der Arbeitslosigkeit, indem er die Ausstellung von jedes Jahr mehr Visa mit dem US-amerikanischen Konsulat in die Wege leitet, und Batista löst jetzt das Problem von Kuba, indem er Kuba ohne Einwohner lässt. (GELÄCHTER) Und  sogar der elementarste Menschenverstand begreift, dass der Zusammenbruch von Kuba progressiv ist; sogar der Unwissendeste auf dem Gebiet der Wirtschaft weiß, dass der Peso, der in einer Fabrik nicht verdient wird, der Peso, den ein von seiner Werkstatt entlassener Arbeiter nicht ausgezahlt bekommt, ein Peso ist, der nicht mehr in einem Laden, in einer Großhandlung, in einer Apotheke in Umlauf sein wird, ein Peso weniger ist, den derjenige, der Schuhe herstellt bzw. derjenige, der Kleidung herstellt, in Umlauf setzt, ein Peso weniger ist, der der ganzen Wirtschaft des Landes abgezogen wird.

Und ich möchte, dass mir jemand sagt, wie so das Problem von Kuba gelöst werden wird, wenn Hunderte und Tausende und Abertausende von Menschen entlassen werden, Menschen, die nicht mehr produzieren und nicht mehr Pesos verdienen, die dazu dienen werden, damit bei der nächsten Runde die Anzahl derjenigen höher wird, die sich zum Auswandern gezwungen sehen. Weil ich nicht begreifen kann, auch wenn viele Interessen entstanden sind, die solche anachronistische Theorien vertreten, dass es eine gesunde Lösung für das Land sein soll, wenn zum Beispiel die Eisenbahngesellschaft  500 bzw. 600 Arbeitern entlassen muss. Es kann wohl sein, dass es für diese Gesellschaft für ein paar Monate, sogar ein paar Jahre vorteilhaft sein kann; aber jene 600 Arbeiter, das sind 600 weniger, die im ganzen Land einkaufen können; das sind 600 weniger, die allen Industrien des Landes nützen werden, das sind 600 weniger, die in einem Laden einkaufen, die zu einer Sportveranstaltung, in ein Kino, oder sonst wohin gehen werden; das sind 600 weniger, derer Abwesenheit nach einem Jahr in den anderen Läden, in den anderen Fabriken, in den anderen Arbeitsbranchen bemerkbar werden wird. Und die Folge daraus wird sein, dass nach einem oder eineinhalb Jahren auch die anderen Arbeitsbranchen 500, 1 000, 1 500 Mitarbeiter entlassen müssen, und dann findet ein vertikaler Sturz statt. Vertikal ist aus diesem Grund der Sturz der kubanischen Wirtschaft heute.

Weil Batista nicht nur ein Verräter ist; Batista ist nicht nur ein Diktator, ein niederträchtiger Mensch, der sein Volk unterdrückt, der die Soldaten aufmuntert, die Kubaner mit jenen Waffen zu ermorden, die die Kubaner bezahlen, Nein! Batista, ist außerdem ein unfähiger Mensch, er ist einer der ungeschicktesten Regierenden, den die Republik je gehabt hat. Um es schließlich auszusprechen, meine Herrschaften, Batista weiß absolut nichts, er ist ein Ignorant.

Weil es nicht das Gleiche ist - wie Martí schon sagte - „es ist nicht das Gleiche, eine Republik zu regieren, wie ein Militärcamp zu kommandieren”. Martí hat diese Worte zu Gómez gesagt: „General, eine Republik wird nicht so gegründet, wie ein Lager kommandiert wird". Und er hat das zu Gómez gesagt, der zehn Jahre lang gekämpft hatte, zu Gómez, der dreißig Jahre gekämpft hatte; Martí sagte zu Gómez, dass eine Republik nicht so regiert werden kann, wie ein Lager kommandiert wird. Und nach fünfzig Jahren, zum 50. Jahrestag der Gründung der Republik, zum 100. Jubiläum des Apostels, beabsichtigt ein Subjekt, ein dreister Feldwebel, die Republik wie ein Lager zu kommandieren. Und dieser Herr hat weder zehn, noch dreißig Jahre, noch zehn Monate oder zehn Tage, ja nicht einmal einen einzigen Tag, eine einzige Minute, eine einzige Sekunde etwas für die Unabhängigkeit Kubas getan. Dieser ist ein Herr General, der die Litzen wie jene anderen Generale erworben hat, denen wir gesagt haben - nicht von hier aus, das wäre ja kein Verdienst -, sondern dort, direkt ins Gesicht, dort aus dem Gefängnis, haben wir ihnen gesagt, dass sie nicht mal dazu tauglich sein würden, die Maultiere zu führen, auf denen die Kleidung der Armee von Antonio Maceo geladen wurde.

Maceo, eine unserer ruhmreichsten militärischen Persönlichkeiten, hat seinen Generalsgrad nach über fünfhundert Schlachten verdient, nachdem er jeden Tag sein Leben riskiert, nachdem er acht Jahre lang gekämpft hatte. Und diese Herren, diese Volltrottel, mit einigen Sternchen auf den Schultern, die Hauptleute gewesen waren, die sich dem verbotenen Glücksspiel und außerdem, jedermann auszubeuten, widmeten - denn es ist gut bekannt, womit sich diese Herren in Kuba beschäftigen: das Geld von jener Zuckerfabrik, von diesem Landgut zu nehmen, um stets die Interessen jener Herren zu verteidigen, und mit Machete-Schlägen die Unglücklichen fertigzumachen, dem widmen sie sich -, diese Herren, wurden von heute auf morgen, in fünfzig Minuten, ohne einen einzigen Schuß abzugeben, zu Generälen, sie wurden in einem Augenblick, von der Morgendämmerung bis zum Tagesanbruch, zu Generälen, Generäle, die niemals in ihrem Leben irgend einer Gefahr ausgesetzt gewesen sind, Generäle, die schon Millionäre sind.

Ah! Diese Verbrechen sind verständlich! Weil es Arten von Hass gibt - wie Martí sagt -, die geifernd aus dem Bauch des Menschen entstehen. Nur ein niederträchtiger Hass, der Hass von denjenigen, die den Nießbrauch dieser Millionen bedroht sehen, kann seine Wut dermaßen grausam an jungen Menschen auslassen, die niemals jemandem auch nur etwas gestohlen haben; an ehrlichen jungen Menschen, an jungen Menschen, die ohne zu protzen, still, diskret, ohne dass jemand etwas darüber wusste, eines Tages zu Tagesanbruch jene Fackel der Moncada-Kaserne anzündeten. (APPLAUS)

Sie mussten die Wut so auslassen, weil dies ein gefährliches Vorbild war; sie mussten dieser Jugend eine furchtbare Strafe zur Lehre erteilen, sie mussten eine solche Lehre erteilen, dass kein anderer kubanischer junger Mensch auf die Idee käme, die Waffen gegen die Unterdrückung und die Tyrannei zu erheben.

Sie glaubten,  dass sie den Widerstandsgeist des Volkes ausmerzen würden, weil sie, die seit dem 10. März keinen Widerstand vorgefunden hatten, die seit dem  10. März damit  prahlten, die Republik, ohne einen einzigen Schuss abzugeben, im Sturm genommen zu haben. Sie, die auch damit prahlten, dass jener traditionelle Widerstandsgeist des Volkes tot sei, sie konnten dieses Aufkeimen nicht dulden; es musste mit Stumpf und Stiel ausgerottet werden, und sie, so ungeschickt, glaubten, dass sie es mit Mord erreichen würden, dass sie es mit Folter, Augen ausreißen und  Männer lebend vergraben erreichen würden. Ungeschickte, die nicht verstanden, dass nach einigen Jahren, nach kaum zwei Jahren, 100 000 junge Männer und Frauen zu sterben bereit sein würden, sich ein Volk erheben würde, ein Volk wie dieses; weil ich durch dieses Volk jene Worte in Erfüllung gehen sehe, die ich sagte, als ich mich schon 16 Tage in einer Gefängniszelle isoliert befand, die ich dort in der Machtlosigkeit sagte, in der körperlichen Machtlosigkeit, aber in moralischer Allmacht. (APPLAUS) Ich sagte ihnen - trotz der Verleumdung, weil sie uns mit Verleumdung überfluten und in dieser begraben wollten, sie glaubten, dass die Wahrheit nicht bekannt würde, sie haben nicht damit gerechnet, dass die Männer, die dort waren, genügend Energie und Entschlossenheit, genügend Willen und genügend Glauben haben würden, um der Wahrheit zum Sieg zu verhelfen; sie haben nicht damit gerechnet, dass jenes Massaker nicht lange verborgen zu halten war -, ich sagte ihnen, dass sie sehen würden, wie aus diesen heldenhaften Leichnamen der siegreiche Geist ihrer Ideen hervorkommen würde, und das, was hier entsteht, ist der siegreiche Geist der Ideale meiner gefallenen Kampfgefährten  - Sie sind nicht tot! -; ist der Geist, der die Tyrannei erschreckt, der Geist, der jenem unglücklichen Konsul den Schlaf raubt, der Geist, der den Generälen den Schlaf raubt, die wissen, dass ihnen eine vernichtende Niederlage bevorsteht, der Geist, der die Tyrannei beunruhigt.

Weil das nicht ignoriert werden kann, weil das Kuba erfahren wird. Kuba wird das wissen, weil es Medien geben wird, die es veröffentlichen werden, es wird Medien geben, die diese Fotografie veröffentlichen werden. Sollte aber die Zensur und der Terror verhindern, dass sie veröffentlicht wird, wird dieses Foto, wo all dieses Volk zu sehen ist, auf der ganzen Insel mittels 200 000 Manifesten zirkulieren, verteilt von jenen zweitausend Kubanern, die zum geheimen Apparat der Propaganda-Verteilung der Revolutionären Bewegung 26. Juli gehören. (APPLAUS) 
Kubaner und Kubanerinnen! Jene Pesos, die da hochgehoben werden, jene Pesos stellen einen Geist, ein Gespenst dar; jene Pesos, die da gesammelt wurden, sind Schrecken erregende Pesos; diese Pesos werden die Tyrannen dazu führen, dass sie vor Angst zittern, weil jene Pesos, die ihr in den Mambí -Hut legen gesehen habt, waren nicht für mich - selbstverständlich hat niemand so etwas gedacht -, jene Pesos wurden dort für Kuba hineingelegt, um dem Regime und Kuba zu sagen: da sind die Pesos, die im Schweiß unseres Angesichts, mit unserer täglichen Arbeit verdient wurden, mit denen wir die Freiheit Kubas erringen werden. (APPLAUS)

Meine Damen und Herren! Jetzt werden sie nicht sagen können, wie sie es behaupteten, jetzt werden sie nicht sagen können, dass eine Befreiungsbewegung gegen sie mit einem dem Volk geraubten Geld in Gang ist, jetzt können sie diese Bewegung nicht als unmoralisch bezeichnen, wie sie es vorher auch nicht tun konnten. Weil diese Bewegung, seitdem sie entstanden ist, vom ersten Tag an, so begonnen wurde, sie wurde mit sauberem Geld initiiert. Wir möchten kein unrecht erworbenes Geld, weil das erste Gesetz der Revolutionären Regierung die Beschlagnahme aller Güter aller Diebe und Räuber sein wird. Wir möchten keinem Dieb oder Räuber etwas zu verdanken haben. (APPLAUS)

Und mit diesen gestohlenen Gütern werden wir die ersten großen Werke der Republik errichten und die ersten Fabriken und die ersten Industrien installieren, die wir brauchen, damit es keine kubanische Emigranten mehr im Ausland gibt. (APPLAUS)

Wir möchten keine Verbindlichkeiten haben und werden sie nicht haben. Niemand wird hierher kommen, um bei der Revolution Begünstigungen zu kaufen, weil die Revolution keine Begünstigungen verkauft. (APPLAUS) Statt einigen Wenigen für die Freiheit danken zu müssen, möchten wir sie lieber dem ganzen Volk zu verdanken haben. (APPLAUS)

Jetzt werden sie nicht sagen können, dass wir das Regime stürzen werden...  Ja, wir werden es stürzen, und ich verheimliche das nicht. Wir üben das Recht, frei zu sein, aus, das alle Völker immer gehabt haben. Wir üben das Recht aus, das die französischen Revolutionäre ausgeübt haben, wir üben das Recht von Washington und von allen amerikanischen Befreiern aus, die jene Unabhängigkeitserklärung in Philadelphia verfasst haben, in der sie erklärten, dass sie als vollkommen offenbare Wahrheiten betrachteten, dass alle Menschen frei und gleich geboren werden und dass ihr Schöpfer allen gewisse Rechte verleiht und dass zum Schutz dieser Rechte Regierungen errichtet werden, und dass das Volk , im Falle, dass sie die Zwecke, wofür sie errichtet wurden, nicht erfüllen, sie abzuschaffen und eine andere zu errichten berechtigt sei. 
Im Namen dieses Rechts auf die Freiheit, dieses Rechts auf den Kampf gegen die Unterdrückung  haben sich alle Völker Amerikas und das US-amerikanische Volk selbst von der Unterdrückung eines ausländischen Monarchen befreit. Deswegen vertraue ich darauf, dass hier, in diesem Lande, ein Großteil der Bevölkerung Sympathien für die Freiheit Kubas hegen und mit denjenigen sympathisieren wird, die das selbe Recht ausüben, das sie, um frei zu werden, ausübten.

Wir werden jenen Herrn von seinem Posten dort absetzen, und zwar ohne irgendwo gegen irgendein Gesetz zu verstoßen. Wir sind hier, und halten Reden, sammeln Fonds und wissen genau, was wir zu tun haben; wir sind hier, und verbreiten die Idee, wobei wir die Gesetze der Orte einhalten, die uns Gastfreundschaft gewähren. Wir sind heute hier dabei, die furchtbarste psychologische Waffe auszuarbeiten, die gegen das Regime verwendet werden kann, das Kuba unterdrückt und herabwürdigt, denn wenn das Regime in Kuba diesen Haufen Geld sieht, wenn das Regime dieser Vorstellung beiwohnt, Dann wird es sich schließlich davon überzeugen, dass sich sein Ende nähert.

Und das Volk, das dort auf die Führung wartet, die Einwohner dort, wenn sie auch nur einen Peso am Tag verdienen - wenn sie überhaupt Arbeit haben -, statt zehn Peso pro Tag, dieses Volk wird auch gern diesen Peso aus der Tasche holen, weil die Bewegung 26. Juli jetzt das Manifest unter das Volk mit dem Ersuchen um Unterstützung bringen wird, und wir möchten, dass diesem Manifest das Bild der heutigen Beitragsleistung der Emigranten von New York vorausgeht. Zu diesem Zweck wurden sie hier auf den Tisch gelegt, damit der Beitrag sichtbar ist, damit dieser ganz groß zu sehen ist, damit er allen Kubanern Mut einflößt.

Weil die Hoffnung des Regimes darin besteht, das wir… wir haben eine Organisation, das wissen sie; wir haben Entschlossenheit, das wissen sie, aber sie wissen bzw. glauben, dass wir nichts tun können, weil sie wissen, dass wir keine Millionäre sind, weil sie wissen, dass wir der Republik keinen Centavo gestohlen haben, weil sie wissen, dass wir keinen Dieb auch nur um einen Centavo bitten werden. Jetzt werden sie noch etwas mehr wissen; sie werden erfahren, dass wir über die erforderliche Unterstützung verfügen werden, sie werden über die Bereitschaft des Volkes, diese Sache zu unterstützen, erfahren.

Ah! So bewundernswert das Vorbild derjenigen, die hier ihren Beitrag hingelegt haben, gewesen ist, so bewundernswert ist das Vorbild von vielen Kubanern dort, die nur zwölf Peso im Monat verdienen, beim Kochen, bzw. irgendwo arbeiten, und einen Peso bringen; kubanische Arbeiter, die bei der ersten Sitzung mit unseren Kampfgefährten einhundert Peso von ihren Ersparnissen übergeben haben; Kubaner, die diese Broschüre auf eigene Kosten in einem Kopiergerät gedruckt haben; Kubaner, die die Manifest-Exemplare kopieren und verkaufen.

Denn in Kuba, meine Damen und Herren, ereignet sich gerade ein wahres Wunder der Auferstehung, weil verstanden wird, dass es sich um einen Kampf von anständigen Menschen handelt, von aufrichtigen Menschen, von ehrlichen Menschen, in deren Seelen die Korruption nicht Einlass haben wird. (APPLAUS) Weil das Volk seine Intuition hat, das Volk kann nicht so einfach betrogen werden, wie es scheint, das Volk lässt sich betrügen, wenn es möchte; das Volk errät seine treuen Diener, das Volk weiß, mit wie viel Liebe wir dieser Sache dienen. 

Manchmal nenne ich ein Beispiel, um das zu erklären: Der Mann, der sich in eine schöne und tugendhafte Frau verliebt, liebt sie mit seiner ganzen Seele. Er wäre unfähig, sie zu prostituieren, unfähig, sie zu vermieten; er wäre unfähig, sie zu verkaufen und auszubeuten.  Er möchte nicht einmal, dass man sie anschaut oder sie beleidigt. Genauso, d.h. unfähig, es auszubeuten, es zu vermieten bzw. zu verkaufen ist unsere heilige Vorstellung des Vaterlandes ! (APPLAUS)

Wir sind in unser Vaterland verliebt, und für dasselbe kämpfen wir ununterbrochen, dafür kämpfen wir ohne Schlaf, dafür gehen wir von einem Ort zum anderen, dafür, Kubaner, werden wir diese Pilgerfahrt bis zu jenem Tage fortsetzen, an dem die Stunde der Abrechnung mit dem Regime schlägt. 
Weil es dieses Mal nicht so wie am 26. Juli sein wird; dieses Mal wird es nicht eine kleine Gruppe, eine kleine Gruppe von ignorierten Jugendlichen sein; dieses Mal wird es das Volk sein; dieses Mal sind wir gekommen, das zu tun, was wir bedauerlicherweise vorher nicht tun konnten. Damals waren die Hoffnungen auf andere Menschen gerichtet. Damals hat man auf andere, im Heimatland bekannte Kubaner geschaut, von denen die Nation das Wunder erwartete, dass sie sie von der Diktatur befreien würden. Sie erwartete von jenen Kubanern, die zu normalen Zeiten am Rednerpult stehen und sich dort auf die Brust schlagen und sagen, man solle für sie stimmen, weil sie bereit seien, ihren letzten Tropfen Blut für Kuba zu vergießen; sie seien bereit, alles zu unternehmen; sie seien bereit, zu Spartanern bei der Verteidigung der Ideale des Volkes zu werden. Und wenn sich eine Situation wie am 10. März ereignet, wenn die Stunde schlägt, in der bis zum letzten Tropfen sein eigen Blut und sogar der letzte Centavo zu opfern ist, geben diese Politiker, zehntausend, zwanzigtausend und sogar einhunderttausend Peso aus, um auszureisen, und sie belasten die Häuser mit Hypotheken und tun alles, nur um selbst ausreisen zu können. Jene erscheinen weder zu einer Versammlung; noch spenden sie auch nur einen einzigen Centavo für das Vaterland, und  eine Gruppe von Jugendlichen muss mit leeren Händen sterben, wegen fehlenden Mitteln. (APPLAUS)

Deswegen sagte ich  - und das hat Kamerad Márquez vorgelesen -, dass dies erklärt, warum die Republik von der kubanischen politischen Unterwelt regiert wurde, - von den Gaunern der Politik, weil sie keine andere Bezeichnung wert sind, denn ich gehöre zu denen, die der Meinung sind, dass die Gauner, die das Gesetz herausfordern und sich von Angesicht zu Angesicht mit der Behörde schlagen, mutiger sind, als diejenigen, die dort straflos rauben, ohne jegliches Risiko einzugehen -, diese sind es, die die Republik regiert haben. Und hier wird eine Veränderung in allen Bereichen gefördert: Und zwar ist das vor allem eine moralische Revolution; und darüber hinaus wird sie die schöpferische Revolution sein, die Revolution, die weiß, was sie tun wird, deren Programm in dieser Broschüre und in den Manifesten enthalten ist, ein Programm, dass sie nach Kuba bringen wird, mit Taten und nicht mit Worten, und das Kuba an die Stelle bringen wird, die dem Land in Amerika zusteht, wegen des außerordentlichen Reichtums seines Bodens, der Tugenden dieses Volkes, weil ein Volk, das sich auf diese Art und Weise versammelt, in fünf Tagen, unter dem Regen, das auf diese Weise von sich selbst aus zusammenkommt, mit diesem Enthusiasmus, um im Stehen zehn Minuten lang die Rede eines Kameraden zu hören, dieses Volk ist etwas mehr wert, als die Schmach in der es gerade lebt.

Und falls andere an diesem Volk zweifeln, wenn andere es beleidigen, es einschüchtern und es ans Joch anbinden, werden wir - diejenigen, die es leiden sehen, die es kämpfen sehen, die es sich um seine Freiheit bemühen sehen, sagen: Gesegnet sei das kubanische Volk! Nur die Skeptiker, jene, die niemals etwas auf der Welt tun, jene, die niemals eine Seite in der Geschichte schreiben werden, können an diesem Volk zweifeln. Aus Unschlüssigkeit wäret ihr hier nicht versammelt, mit dem Zweifel wären wir beim ersten Schritt stehengeblieben, als wir drei waren, die angefangen haben, dann waren wir einhundert, und dann, eintausend.

Und dort, in der einsamen Gefängniszelle in Isla de Pinos, wo man seine Wut an uns auf feige Weise ausgelassen hat, habe ich niemals das Vertrauen aufgegeben. Vor einem Jahr war ich noch dort. Dort waren wir einsam, dort waren wir anscheinend machtlos und vergessen; vor einem Jahr waren wir von dem heutigem Ereignis sehr weit entfernt. Uns wurde eine bedingte Freiheit angeboten und wir haben die bedingte Freiheit abgelehnt. Wir erklärten, dass uns die Freiheit aus eigenem Recht zusteht, dass wir dort eher eintausend Jahre einsitzen würden, als eine schändliche Freiheit zu akzeptieren. Und Volk hat uns herausgeholt! Dort waren wir vor einem Jahr, aber heute sind wir hier.

Wir stehen an der Seite des Volkes. Die zweiundzwanzig Monate haben uns nicht entmutigt, durch diese zweiundzwanzig Monate haben wir auch nur für eine einzige Minute weder den Mut noch das Vertrauen verloren. Hier sind wir, der Flagge treu, der Idee aufs Wort folgend, hier sind wir direkt im Schützengraben, den wir mit Ideen errichtet haben, weil - wie die Kubanerin, die zu Euch gesprochen hat, sagte – „Schützengräben von Ideen sind wertvoller als Schützengräben aus Stein."

Hier sind wir und errichten Schützengräben von Ideen, aber auch Schützengräben aus Stein. (APPLAUS)

Und zu dieser Veranstaltung, Kubanerinnen und Kubaner, wird Kuba es erfahren; und über diesen edelmütigen y bewundernswerten Beitrag, von diesen Pesos, die Pesos  des Jahres 1895 sind, wird Kuba erfahren. Und von hier aus, aus New York, sage ich mit dem Vertrauen, das uns stets begleitet, dass wir hier auf die Sicherheit zählen können, dass die kubanischen Emigranten, wie jene Emigranten im Jahre 1895, dazu beitragen werden, erneut die Freiheit nach Kuba zu bringen. Hier müssen wir in jedem Kubaner einen Apostel haben, in jedem Kubaner, der hier aufgestanden ist; in jedem Kubaner, der hier geschworen hat; in jedem Kubaner, der mit einer erhabenen Vorstellung des Vaterlands diesen Saal verlässt, müssen wir einen Apostel haben. Einen Apostel, der sich nicht mit den Applausen, die hier erwiesen wurden, zufrieden geben wird; Apostel, die diejenigen, die nicht hier sind, für unsere Sache gewinnen werden; die diejenigen, die gestern Abend feiern gegangen und heute nicht hier sind, gewinnen werden; jene unschlüssigen bzw. müden Kubaner, bzw. jene Kubaner, die das Vaterland vergessend faul schlafen, und sie werden diese mit  Stimmen der Liebe und Überzeugung wecken.

Allein die Kubaner von New York, weil wir wissen, was wir brauchen; allein die Kubaner von New York könnten in der Lage sein, wenn sie das möchten, jenes Regime zu stürzen, jenes Regime, dessen Verbrecher das Publikum entsetzt haben, und allein New York  - und es wird nicht nur New York sein, weil sich Miami, Tampa, Kay West und 127 Orte in Kuba anschließen werden -, allein New York kann Batista stürzen. Mit wie viel Aufopferung? Mit dem, was man fürs Ins-Kino-Gehen während sechs Monaten ausgibt. Allein New York kann die Freiheit Kubas bezahlen, New York allein, wenn es gelingt, zweitausend Kubaner zu versammeln, zweitausend Kubaner, die jede Woche zwei Peso geben, die wöchentlich zwei Arbeitsstunden spenden; das Geld, um ins Kino zu gehen, das Geld, um einen Whisky zu trinken. Sechs Monate eines von den Kubanern aus New York gut bezahlten Beitrages, das sage ich euch mit voller Verantwortung, würden ausreichen, um die Freiheit Kubas zu erobern.

Was für eine grausame Rache, die Rache gegen diejenigen, die Euch dort aus dem Vaterland geschleudert haben, die Rache gegen diejenigen, die euch hierher, in dieses Land gebracht haben, die grausamste aller Rachen! Ein Volk, das einen Tyrannen mit dem Geld zum Ins-Kino-Gehen von sechs Monaten stürzen wird.

Prägt euch diese Worten in die Seele ein, weil das wahr ist. Ich habe sehr großes Vertrauen darein, dass ihr sie verstehen werdet, dass ihr den Wert eurer eigenen Tugenden an der Beharrlichkeit, dem Glauben, der Ernsthaftigkeit und Disziplin, mit denen ihr mithelft, messen werdet. Ich, der euch bitten kam, bin ein bescheidener und armer Kubaner, ein Kubaner, der sich nicht vergnügt, den nie jemand weder bei einem Drink, noch in einem Night Club-Besuch sehen wird, bzw. einen Centavo mehr ausgeben sehen wird, als für den unerlässlichen Lebensunterhalt, d.h. wenn wir es dafür ausgeben, weil überall, wo wir ankommen, treffen wir auf großzügige Kubaner, die uns ihr Haus zur Verfügung stellen, uns das Essen geben; wir brauchen nichts für uns, wir werden es niemals brauchen. Das erste Manifest wurde, zu unserem Stolz, mit dem Betrag gedruckt, der aus der Verpfändung eines Mantels erhalten wurde; mit dem Betrag eines verpfändeten Mantels kam das erste Exemplar des Manifestes ans Licht, und in Kuba gibt es bereits 40 000 junge Mitglieder der Revoutionären Bewegung, die zu einem monatlichen Beitrag verpflichtet sind, und das Geld wird überall, in allen Orten, wo wir waren, aufgebracht. Weil wir diese Mittel brauchen, damit sich das damalige Geschehnis nicht wiederholt, damit die Hände, die die Freiheit mit sauberem Blut und sauberem Geld kaufen werden, nicht entwaffnet sind. (APPLAUS) Wir ersuchen kein Blut von den emigrierten Kubanern, obwohl ich weiß, das sie dazu bereit sind; sondern ein paar Tropfen Schweiß jede Woche, wir werden die Freiheit mit dem Schweiß des Angesichts kaufen, wir werden sie mit sauberem Geld kaufen, damit keine Kompromisse bestehen, damit der Sieg nicht von den Interessen derjenigen befleckt wird, die ihr uneigennützig helfen wollten, damit wir unsere Pflicht gegenüber diesem Volk erfüllen können, damit wir uns noch verbundener fühlen. Dafür, Kubaner, bitten wir um eure Unterstützung.

Wie Martí sagen wir heute hier - und wir bekräftigen unser Glauben daran, dass wir in allen ehrlichen Herzen großzügige Hilfe finden werden -, dass wir von Tür zu Tür gehen und klopfen und für das Vaterland betteln werden, von Ort zu Ort, und wir werden das Almosen bekommen, weil wir auf würdige Weise darum bitten werden.

Helft - wie der Apostel sagte - der Märtyrerin , der Märtyrerin, die Hilfe braucht, die Hilfe erwartet, die auf die Hilfe vertraut, die sich durch die Hilfe befreien will. (APPLAUS) Nicht nur heute, sondern alle Tage; nicht mit dem Patriotismus eines einzigen Tages, sondern mit dem reinen Patriotismus des gesamten Lebens; nicht nur in einem Augenblick des vorübergehenden Enthusiasmus. 

Wir hinterlassen euch allen hier einen Auftrag, alle diese Kubaner, die sich heute hier so bewegt gefühlt haben, die aufgestanden sind, um dem Kameraden Marquez zu applaudieren, bitten wir um eins, wo wir jetzt weggehen, wir bitten euch, dass ihr für uns etwas aufbewahrt, dass ihr diesen Enthusiasmus von heute bewahrt, dass ihr ihn im Innern eures Herzens bewahrt…  
(Aufzeichnung unvollständig)

Stenographische Versionen des Staatsrats